Churbayerisches Freudenfest in der Schlossanlage Schleißheim

Erleben Sie ein Barockfest der besonderen Art. Der bekannte Historiker Marcus Junkelmann führt Sie durch ein aufregendes Kaleidoskop der barocken Lebensart. Edelleute, Kavallerie, einfaches Volk, Jagdgesellschaften, etc. zeigen Ihnen hautnah, wie wir uns das Leben im Zeitalter des Kurfürsten Max II. Emanuel vorstellen müssen.

Das erste churbayerische Freudenfest fand anlässlich des 350. Geburtstags des Kurfürsten erstmals im Juli 2012 in der Schlossanlage Schleißheim statt.

Eine neue Auflage des Freudenfestes findet nun am 29. September 2018 statt.

Genießen Sie schon jetzt die vielen Fotos des Festes 2012 unter der Rubrik Galerie.

Programm des
Churbayerischen Freudenfestes
am 29. September 2018

16 – 21 Uhr
Turnierkantate, Ballet, Tanztheater und Modeschau im Neuen Schloss Schleißheim

16 – 21 Uhr
Reiterspiele und militärische Übungen der Hartschiergarde im Hofgarten Schleißheim

abschließend
venezianisches Gondelprogramm – Kampf um das Wasserschloss – mit Feuerwerk auf dem Mittelkanal des Hofgartens Schleißheim

Mitwirkende

  • Idee, Konzeption und Leitung
    Dr. Marcus Junkelmann
  • Pferdeprogramm „Timetrotter“
    Michael Theren
  • Höfisches Musik- und Tanzprogramm
    Prof. Michael Eberth und Jadwiga Nowaczek
  • volkstümliche Musik
    „Wittelsbacher Turmpfeiffer“
  • Barockfeuerwerk
    Norbert Stöcklin
  • Wasserprogramm
    „La Gondola Barocca“ – Josef Spitzlberger
  • sowie zahlreiche weitere Einzeldarsteller und Kleingruppen

Kurfürst Max II. Emanuel

Am 11. Juli 1662 wurde eine der aufregendsten bayerischen Herrscherpersönlichkeiten geboren – Max Emanuel, der 1680-1726 als Kurfürst über das Land herrschen sollte. Max Emanuel war ein Mann der Superlative, die Verkörperung des bayerischen Barock, einer Epoche, mit der man sich im Freistaat identifiziert wie mit keiner zweiten.

Der „Blaue König“, wie man ihn seit seinen Türkenfeldzügen nannte, spielte auf der Bühne der europäischen Staatenwelt eine dramatische und schillernde Rolle als bejubelter Kriegsheld, als schneidiger Jäger, treuloser Liebhaber schöner Frauen, Erbauer von riesigen Schlössern und Gärten, leidenschaftlicher Kunstmäzen, phantasiereicher Schöpfer verwegener politischer Projekte, die Bayern beinahe ein Weltreich von Amerika bis nach Sizilien eingebracht hätten. Triumph und Glanz wechselten sich ab mit Katastrophen und Tragödien wie der Sendlinger Mordweihnacht.

Vor allem aber hat Max Emanuel ein imposantes kulturelles Erbe von Weltrang hinterlassen. In den Schlössern von Schleißheim, Lustheim und Nymphenburg mit ihren Pavillons, Gärten und Kanälen wird der Glanz des barocken Bayern noch heute überwältigend spürbar.

Der von Max Emanuel geschaffene Schlosspark Schleißheim, einer der wenigen, die sich ihre ursprüngliche geometrische Gestalt erhalten haben, bietet nun alljährlich die Kulisse für ein barockes Spectaculum ganz eigenen Zuschnitts, in dem anlässlich des 350. Geburtstag des Kurfürsten erstmals die Welt des Blauen Königs wieder zum Leben erweckt wurde.

Konzeption des Freudenfestes

Die Bühne bildet das vom Ringkanal wie eine Märcheninsel umschlossene weitflächige Areal um das Jagdschloss Lustheim. In der Ferne thront am Ende des Mittelkanals die mächtige Front des Neuen Schlosses Schleißheim, Monument der Königs- und Kaiserträume Max Emanuels.

Das Programm greift Elemente des „Churbayerischen Freudenfestes“ auf, das im September 1662 zur Feier der Taufe des Kurprinzen stattfand, und das in seiner grandiosen Kombination aller Spielarten höfischer Festkultur damals für ganz Europa Maßstäbe setzte. Im weiteren Ablauf werden Stationen auf dem Lebensweg Max Emanuels und die verschiedenen Sphären des Hoflebens angedeutet.

Eingebettet in die Wiesen und Alleen, auch die Kanäle einbeziehend, spielen sich mythologische Szenen, Reiterspiele, Paraden, Triumphe, Gondelfahrten, Jagden, Tänze in spektakulären Kostümen ab. Suggestive Inszenierungen werden durch informative Demonstrationen zu Jagdpraxis, Kriegführung und Hofleben ergänzt. Den Höhepunkt bildet ein barockes Feuerwerk auf dem Mittelkanal, an das sich ein bäuerlich-höfisches Festtreiben anschließt.
Nach zeitgenössischen Rezepten zubereitete Leckerbissen und Musik nach den Notenbüchern der kurbayerischen Hofkapellmeister runden ein Erlebnis für alle Sinne ab.

Das kurbayerische Freudenfest kommt dem Wunsch entgegen, sich in vergangene Welten zurückversetzen zu können ud liegt im Trend z.B. der Mittelalterfeste und Ritterturniere unser Zeit. In der vorliegenden Konzeption wird aber ein präzises, geschlossenes Programm in seltener Einheit von Anlass, Inhalt, Schauplatz und Inszenierung geboten. Die originelle Konzeption und die zauberhafte Örtlichkeit in günstigster Verkehrslage in der Peripherie von München sichert alljährliche ein großes Publikum und medialer Aufmerksamkeit.

Marcus Junkelmann – freier Historiker und Initiator des Freudenfestes

Die Konzeption wird von dem renommierten Historiker Dr. Marcus Junkelmann betreut, einem Spezialisten für die Ära Max Emanuels, selbst aufgewachsen in Schloss Lustheim und so dem genius loci eng verbunden. Dr. Junkelmann hat sich neben einer reichen Publikationstätigkeit immer auch stark dem experimentellen Rekonstruieren und Erproben historischer Realität und ihrer lebendigen Präsentation für ein breites Publikum verschrieben. Legendär sind seine Alpenüberquerung in römischer Legionärsrüstung im Jahr 1985 und seine Limesritte. Regelmäßig veranstaltet er in in- und ausländischen Museen und Archäologischen Parks Gladiatorenvorführungen und andere ebenso spektakuläre wie informative Demonstrationen historischer Praktiken. Er hat an Dutzenden von Fernsehdokumentationen zu historischen Themen mitgewirkt. Dr. Junkelmann ist Träger des CERAM-Preises des Rheinischen Landemuseums Bonn für das beste archäologische Sachbuch, des ROLEX-Award for Enterprise und der Rainer – Christlein – Medaille der Archäologischen Gesellschaft von Bayern. Im Sommer erscheint aus seiner Feder im Verlag Philipp von Zabern die Biographie „Der Blaue König. Kurfürst Max Emanuel von Bayern“.

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Termin für die Veranstaltung

Leider steht immer noch kein Termin für die Veranstaltung fest. Die Suche nach einem Veranstalter gestaltet sich weiterhin schwierig. Sponsoren sind leider ebenfalls noch rar gesät. Aber wir verlieren nicht den Mut und arbeiten weiter.